Mitarbeiterengagement und Arbeitsplatzzufriedenheit

Category : Allgemein

Weltweite Studie über Mitarbeiterengagement und Arbeitsplatzzufriedenheit

Die Kernaussagen des Global Reports von Steelcase

1. Erkenntnis: Mitarbeiterengagement steht im direkten Zusammenhang mit der Zufriedenheit am Arbeitsplatz

Die Studienergebnisse zeigen, dass Mitarbeiter, die mit ihrem Arbeitsplatz insgesamt sehr zufrieden sind, auch ein höheres Engagement aufweisen. Dennoch sind weltweit nur 13 Prozent, in Deutschland 12 Prozent der befragten Studienteilnehmer sehr motiviert und mit ihrem Arbeitsplatz sehr zufrieden. Umgekehrt geben weltweit 11 Prozent und 12 Prozent in Deutschland an, sehr unmotiviert und sehr unzufrieden zu sein. Die Bewertung der Arbeitsplatzumgebung fällt in Deutschland also in etwa wie der globale Durchschnitt aus.

2. Erkenntnis: Engagierte Mitarbeiter verfügen über Arbeitsumgebungen, die selbstbestimmtes Arbeiten begünstigen

Ein charakteristisches Merkmal engagierter Mitarbeiter ist, dass sie in hohem Maße selbst entscheiden können, wo und wie sie arbeiten, und dass bei Bedarf geeignete Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Sowohl seitens des Unternehmens als auch durch das Raumangebot wird diese Freiheit am Arbeitsplatz gefördert, sodass es ihnen leicht fällt, sich zu konzentrieren oder ohne störende Unterbrechungen in Teams zusammenzuarbeiten. Deutsche Studienteilnehmer geben an, über weniger Rückzugsbereiche zu verfügen als der globale Durchschnitt, z.B. können sich nur 44 Prozent für konzentriertes Arbeiten zurückziehen – im Gegensatz zu 53 Prozent weltweit.

3. Erkenntnis: Fest installierte Techniklösungen überwiegen gegenüber mobilen Technologien 2:1

Trotz der weltweit großen Verbreitung mobiler Geräte im privaten Bereich berichtet die überwiegende Mehrheit der Studienteilnehmer, dass ihre Arbeitgeber im Büro doppelt so viele fest installierte wie mobile Geräte einsetzen. In Deutschland sind 80 Prozent der Arbeitsplätze mit Desktop-PCs und 94 Prozent mit Festnetztelefonen ausgestattet. Dies könnte auf die Art der geleisteten Arbeit zurückzuführen sein, aber auch die Herausforderung widerspiegeln, Schritt mit den sich ständig wandelnden Technologien zu halten. Unabhängig davon wird die Mobilität der Mitarbeiter innerhalb und außerhalb des Büros von fest installierten Techniklösungen beeinflusst, was sie daran hindert, das ganze Potenzial vielfältiger Räume auszuschöpfen.

4. Erkenntnis: Traditionelle Arbeitsweisen haben Bestand

Die Medien und die Alltagskultur haben in der Öffentlichkeit das Bild geprägt, dass sich der Arbeitsplatz in den letzten zehn Jahren dramatisch verändert hat, und dass Arbeitsumgebungen offen, informell und teamorientiert sind. Dies trifft zwar bereits auf einige Büros zu. In Wirklichkeit arbeiten die meisten Mitarbeiter weltweit allerdings noch in einem traditionellen Büroumfeld, in dem Hierarchien und Einzelarbeit am Schreibtisch nach wie vor an der Tagesordnung sind. Der größte Kontrast ist in Europa zu sehen: in Großbritannien sind mit 49 Prozent fast die Hälfte aller Büros offen gestaltet, während dies in Deutschland nur bei 19 Prozent der Fall ist. 54 Prozent der Mitarbeiter arbeiten dort in Einzelbüros.

5. Erkenntnis: Der kulturelle Kontext beeinflusst das Engagement

Die engagiertesten Mitarbeiter kommen häufig aus aufstrebenden Schwellenländern, während die am wenigsten engagierten Studienteilnehmer aus etablierten Märkten stammen. In Frankreich zum Beispiel ist der Anteil sehr engagierter und sehr zufriedener Mitarbeiter besonders gering (5%), in Indien dagegen sehr hoch (28%). Deutschland liegt mit 12 Prozent im Durchschnitt. Die Analyse der Studienergebnisse ergab spezifische Muster, aus denen hervorgeht, dass das Herkunftsland der Befragten, die dortige Kultur und die daraus resultierenden Erwartungen Einfluss auf den Engagement- und Zufriedenheitsgrad am Arbeitsplatz nehmen. Zwar gibt es dabei auch Ausnahmen, aber es wird deutlich, dass der kulturelle Kontext die Wahrnehmung und die Verhaltensweisen der Mitarbeiter in Bezug auf ihren Arbeitgeber und ihre Arbeitsumgebung beeinflusst.

„Der Steelcase Global Report bestätigt unsere Überzeugung, dass die Arbeitsumgebung nicht nur die Produktivität, sondern auch die Verhaltensweisen und Ansichten der Menschen beeinflusst“, erklärt Christine Congdon, Direktorin der Forschungskommunikation bei Steelcase, und ergänzt: „Die Studie zeigt, dass der Arbeitsplatz Teil einer ganzheitlichen Strategie zur Steigerung des Mitarbeiterengagements sein muss.“


Weitblick trotz Jahresabschlussstress

Category : Büromanagement

CFOs müssen trotz Jahresabschluss-Stress Weitblick behalten

Gastkommentar von Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands

Der Jahresabschluss stellt die heimischen Finanzabteilungen alljährlich vor große Herausforderungen. Denn der Jahresabschluss bedeutet beträchtlichen Mehraufwand, der mit bestehendem Personal in der regulären Arbeitszeit schwer zu bewältigen ist. Für die österreichischen CFOs bedeutet die angespannte Situation vor allem: Bestehendes Personal nicht mit einem zu hohen Überstundenkonto zu belasten sowie durch marktkonforme Gehälter und nicht-monetäre Anreize motiviert zu halten.

Mehr-Komponenten-Maßnahmenplan

Spätestens, wenn sich abzeichnet, dass sich der Jahresabschluss auch mit Überstunden der bestehenden Mitarbeiter nicht bewältigen lässt, ist es Zeit zu handeln. Finanzmanager sollten sich einen Maßnahmenplan bestehend aus mehreren Komponenten zurechtlegen.

Am Wichtigsten dabei: Die bestehenden Mitarbeiter. Ihr Gehalt muss passen, um sie auch in Stresszeiten wie dem Jahresende bei der Stange zu halten. CFOs sollten sich über das Marktniveau der Gehälter informieren – z. B. in der Robert Half Gehaltsübersicht 2016 für Finanz- und kaufmännische Berufe. Zudem sollten die Finanzchefs auch über variable Anteile in der Vergütung (z. B. Boni) und über Zusatzleistungen, wie Firmenautos, Fahrtkostenzuschüsse oder Versicherungspakete, nachdenken.

Arbeitsspitze zum Jahresende abdecken

Und wenn klar ist, dass die Anstrengungen der bestehenden Mitarbeitenden nicht ausreichen werden, sollten die Finanzmanager offen für die Zeitarbeit sein. Mit Spezialisten in Zeitarbeit kann die Arbeitsspitze zum Jahresende abgedeckt werden. Fachkräfte, die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzt werden, verfügen in der Regel über viel Erfahrung, sind schnell einsatzfähig und arbeiten produktiv. Dieses Jahr stehen vor allem Buchhalter, Bilanzbuchhalter, Konsolidierer und Financial Controller hoch im Kurs.

Zudem sollten CFOs Weitblick walten lassen. Denn die schwierige Situation bei der Personalsuche nach qualifiziertem Experten gerade im Finanz- und Rechnungswesen wird sich auch 2016 nicht entspannen. Die Unternehmen werden auch im neuen Jahr wieder im harten Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte bestehen müssen.

Bislang wird in diesem Zusammenhang das Potenzial der Zeitarbeit oft nicht erkannt. Schließlich bringt sie wertvolle Vorteile, und zwar nicht nur im Finanziellen, sondern vor allem in Hinblick auf das Recruiting. Unter den heute temporär Arbeitenden finden sich häufig die schwer gesuchten, kompetenten Mitarbeitenden von morgen.


Automatisierung im Rechnungswesen

Category : Büromanagement

Viele KMU haben Aufholbedarf bei Digitalisierung und Automatisierung des Rechnungswesens

Die überwiegende Mehrheit der österreichischen KMU hat die Wichtigkeit der Digitalisierung für ihren Geschäftsalltag grundsätzlich erkannt. Der Digitalisierungsgrad der einzelnen Unternehmen ist aber noch sehr unterschiedlich und es besteht häufig Aufholbedarf. Gerade im Rechnungswesen werden viele Prozesse weiterhin analog und ineffizient abgewickelt. Diese Ergebnisse liefert eine aktuelle Deloitte Umfrage unter österreichischen Mittelstandsunternehmen.

Key Findings:

  • 95 % der KMU erkennen Wichtigkeit der Digitalisierung
  • Aber Digitalisierungsgrad ist noch sehr unterschiedlich
  • Im Rechnungswesen sind oft analoge Prozesse anzutreffen
  • Unzureichende (IT-)Ausbildung bei Fachkräften und fehlende rechtliche Rahmenbedingungen erschweren digitalen Fortschritt

Wien, 17. Oktober 2016 – Die Digitalisierung ist bei den österreichischen KMU angekommen: 95 % halten dieses Thema für wichtig. Auch gehen fast alle Befragten davon aus, dass Automatisierung und Digitalisierung in zehn Jahren eine sehr große Rolle spielen werden.

„Die österreichischen Mittelstandsunternehmen haben verstanden, dass die Digitalisierung ihre Geschäftswelt nachhaltig verändern wird“, erklärt Gerald Vlk, Partner bei Deloitte Österreich.

„Diese Erkenntnis muss nun ihren Niederschlag im unternehmerischen Alltag finden. Gerade im Rechnungswesen gibt es Verbesserungsbedarf.“Mehr als die Hälfte der Unternehmen druckt beispielsweise bereits digital erstellte Eingangs- und Ausgangsrechnungen immer noch aus.

„Die Vereinfachungen, die die Digitalisierung mit sich bringen kann, werden häufig noch zu wenig genutzt. Deshalb bewirken vereinzelte digitalisierte Arbeitsschritte heute noch oft Mehraufwand statt Zeit- und Kostenersparnis“, analysiert Gerald Vlk.

Prozessmodernisierung entscheidend für digitalen Fortschritt

Der effektiven Umsetzung der Digitalisierung muss eine Modernisierung der gesamten Prozesse vorangehen. Einzelne Modernisierungsschritte allein können zu gegenteiligen Effekten führen. Eine erhebliche Optimierung kann die E-Rechnung bringen. Darin sehen auch 65 % der Studienteilnehmer das größte Zukunftspotenzial.

Hindernisse bei Digitalisierung

Deloitte identifiziert eine Reihe von Hindernissen, die eine schnellere Digitalisierung im Rechnungswesen behindern. Die große Auswahl an technischen Lösungen und Systemanbietern macht es schwierig, den Marktüberblick zu behalten und die richtige Wahl zu treffen.

Das erforderliche (IT-)Know-how ist in den mittelständischen Unternehmen oft noch nicht ausreichend vorhanden. Die Unternehmen sehen sich mit einem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern konfrontiert. „Wir brauchen dringend eine zeitgemäße Ausbildung für den Bereich Rechnungswesen. Ansonsten scheitert der Fortschritt bereits an der Basis“, warnt Katrin Demelius, Managerin bei Deloitte Österreich.

Die Gesetzgebung hat auch bisher nur vereinzelt die entsprechenden verpflichtenden Rahmenbedingungen geschaffen. Gerade bei digitalen Dokumenten herrscht noch viel Rechtsunsicherheit. „Investitionsentscheidungen in Zusammenhang mit Digitalisierung und Automatisierung müssen heute unter mehrfacher Unsicherheit getroffen werden. Da gibt es vor allem auf EU-Ebene Handlungsbedarf“, so Katrin Demelius.

Vorteile durch digitalisiertes Rechnungswesen

Ein hoher Digitalisierungsgrad kann Wettbewerbsvorteile für die Unternehmen bringen. Durch eine gut durchdachte Digitalisierung wird ein automatisiertes Rechnungswesen erst ermöglicht.

Der Nutzen digitaler Daten ist vielfältig: Digitale Belege bringen Zeitersparnis und erleichtern Arbeitsprozesse, das Ablagewesen wird vereinfacht und die Transparenz erhöht.

„Die Vorteile liegen auf der Hand, entscheidend sind auf die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmte Lösungen“, erklärt Gerald Vlk abschließend.Über die Studie „Automatisierung und Digitalisierung im Rechnungswesen“

Deloitte Österreich hat mit der Studie erstmals den Stand der Automatisierung und Digitalisierung im Rechnungswesen österreichischer Mittelstandsunternehmen erhoben. 136 Unternehmen haben im Juli und August 2016 an der Umfrage teilgenommen. Zusätzlich wurden mit ausgewählten Unternehmen Tiefeninterviews geführt. Die befragten Unternehmen kommen aus einem breiten Mix an Branchen.

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